Lektion 09: Online-Anwendungen

Wir wünschen allen TeilnehmerInnen ein guten Start in das neue Jahr und natürlich weiterhin viel Spaß und Erfolg bei der Bearbeitung der Lektionen!!

Online-Anwendung ist ein sehr schwammiger Begriff. Um es genauer zu fassen: In dieser Lektion geht es um Online-Versionen von Programmen, die man normalerweise lokal auf seinem Rechner installiert.

Kleine Vorgeschichte

Die Verfügbarkeit und Nutzung web-basierter online verfügbarer Office-Anwendungen (also Textverarbeitung und Tabellenkalkulation) ist in den vergangenen Jahren geradezu explodiert – aus guten Gründen! Diese leistungsfähigen Anwendungen sind es, die – ohne auf dem jeweiligen PC-Arbeitsplatz installiert sein zu müssen – Nutzer in die Lage versetzen, Dokumente über das Internet zu erstellen und mit anderen zu teilen. Einige Experten spekulieren hier schon über einen sich abzeichnenden Trend, der den Tod der Office-Anwendungen von Microsoft und anderer Hersteller bedeute. Andere wiederum meinen, dass web-basierte Anwendungen durchaus ihren Platz haben, allerdings nicht im Büro selbst. Wem immer Sie sich in diesem Streit um die Office-Anwendungen anschließen mögen – beide Seiten stimmen darin überein, dass web-basierte Anwendungen ihren Platz haben.

Vorteile

Ein großer Vorteil web-basierter Anwendungen ist, dass sie einen von der Sorge befreien, sich über unterschiedliche Software-Versionen und Dateitypen beim Mailversand oder beim Wechsel des PC Gedanken machen zu müssen. Darüber hinaus vereinfachen sie die Zusammenarbeit, indem sie vielerlei Nutzern erlauben, dieselbe Datei zu bearbeiten (und dabei die Versionen aufzuzeichnen), und es ebenso ermöglichen, bequem Dokumente in unterschiedlichen Dateitypen zu speichern und umzuwandeln (einschließlich HTML und PDF).

Office im Web: Google Docs

Das bekannteste, wenn auch nicht das erste Werkzeug dieser Art ist Google Docs. Mit diesem Anwendungspaket versucht Google, den herkömmlichen Office-Anwendungen wie Microsoft Office und OpenOffice.org Konkurrenz zu machen. Momentan werden kostenlose Dienste zum Erstellen und Bearbeiten von Präsentationen, Tabellen und Texten angeboten. Wie bei fast allen Google-Diensten braucht man auch hier einen Google-Account, um Google Docs nutzen zu können. Wie Sie dort Texte erstellen, können Sie in diesem Einsteiger-Tutorial erfahren.

Alternativen zu Google Docs

  • Zoho ist ein umfassendes Office-Paket, bietet aber noch allerhand mehr.
  • ThinkFree, Office-Anwendungen mit Schwerpunkt auf Textverarbeitung

Bildbearbeitung

Photoshop im Netz? Nicht ganz, aber zumindest einen kleinen Ausschnitt bekommt man vom Photoshop-Anbieter Adobe auf der Seite Photoshop Express. Wenn man Flash installiert hat, kann man über Photoshop Express auf seine Flickr-Gallerie zugreifen, und die Bilder direkt im Browser editieren. Der Service ist zur Zeit noch auf die USA begrenzt, aber die hiesige Verfügbarkeit ist nur eine Frage der Zeit. Was man damit machen kann, erfahren Sie in folgendem Video:

Nicht ganz so umfangreich, dafür aber tatsächlich voll verfügbar sind Pixenate oder Splashup, das besonders durch seine Textfunktionen besticht.

Eine Liste von 14 web-basierten Bildbearbeitungsprogrammen finden Sie bei Ntt.cc.

Und sonst so?

Mit der Bildbearbeitung ist das Ende der Fahnenstange längst noch nicht erreicht. Sogar Videobearbeitung ist möglich, wie z.B. hier bei Eyespot. Von der Verwaltung der eigenen Buchsammlung mal ganz zu schweigen.

Die Kehrseite der Medaille

Online-Anwendungen haben nicht nur Vorteile. Die wichtigsten Argumente dagegen sollten auf keinen Fall verschwiegen werden:

  • Datenschutz. Geheime Daten sollen meist auch geheim bleiben. Man sollte sich daher immer bewusst sein, das man für die Benutzung von Online-Anwendungen immer Netzwerke benötigt, die prinzipiell abgehört werden können. Auch Personendaten und sensible Firmeninterna gehören nicht unbedingt in solch eine Online-Anwendung. Manche Firma sieht das anders.
  • Datensicherheit. Es ist zwar sehr unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen, dass Googles Serverfarmen morgen abbrennen und sich die Backups anschließend als untauglich erweisen. Ob das Risiko größer ist als bei der zuhause hoffentlich vorhandenen Datensicherungsstrategie? Das muss jeder für sich entscheiden.
  • Das Kleingedruckte. Photoshop Express machte anfangs nicht nur durch seine beeindruckenden Möglichkeiten auf sich aufmerksam, sondern auch durch eine Klausel in den AGB, die Adobe weitreichende Rechte an den bearbeiteten Bildern überschrieb. Adobe machte zwar schnell einen Rückzieher. Man sollte jedoch mindestens die FAQ eines Angebots nach Fallstricken durchsuchen.

Drum prüfe, wer was online findet!

Entdeckungsressorurcen:

7 Responses to “Lektion 09: Online-Anwendungen”


  1. 1 dummy50 13. Januar 2009 um 08:17

    Hallo
    gutes Neues Jahr erstmal für alle.

    und wenn ich jetzt google Textverarbeitung und photoshop ausprobieren möchte, dann muss ich mir schon wieder zwei neue Accounts zulegen.

    Bald weiß ich nicht mehr, wie ich heiße, so viele neue Accounts habe ich.

    Grüße
    Dummy50

  2. 2 lesekater 13. Januar 2009 um 10:50

    Hallo! Allen zusammen wünsche auch ich ein gutes neues Jahr.
    Vielen Dank an Herrn Hauschke und Herrn Stabenau für die neue Lektion und die vielen Quellen, die sie zu dieser zusammengestellt haben. Sehr informativ sind die Vergleiche und Bewertungen der Anwendungen bei Computerworld und c´t. Aber dummy50 liegt schon richtig mit seiner Einschätzung, dass man sich ständig irgendwo neu registrieren muss. Das lässt sich halt nicht ändern. Jeder muss abschätzen können, welche Anwendungen für ihn sinnvoll und hilfreich sind, und man sollte sich auch wieder als Nutzer deregistrieren (stimmt das so?) können. Das reduziert dann wieder die Anzahl der Anwendungen und Anmeldungen auf das Nötigste. Ich wünsche allen viel Spaß bei dieser und allen weiteren Lektionen.
    Lesekater

  3. 3 hauschke 13. Januar 2009 um 13:24

    Jeder muss abschätzen können, welche Anwendungen für ihn sinnvoll und hilfreich sind, und man sollte sich auch wieder als Nutzer deregistrieren (stimmt das so?) können. Das reduziert dann wieder die Anzahl der Anwendungen und Anmeldungen auf das Nötigste. Ich wünsche allen viel Spaß bei dieser und allen weiteren Lektionen.

    Dem kann ich mich uneingeschränkt anschließen.🙂

  4. 4 charlystante 10. Februar 2009 um 19:53

    Hi,
    hier ergibt sich für mich ein Sinn im Dasein dieser Webanwendungen. Ich habe mich bei Google Docs angemeldet und schon erste Texte gespeichert – aber nur, um es mit Kollegen mal auszuprobieren, wie wir gemeinsam Dokumente bearbeiten und/oder lesen können. Klappt super! Mit gleichzeitigem telefonieren jedenfalls ;-))Ich glaube, da finden sich in meinem Leben durchaus praktische Anwendungen.


  1. 1 Online-Anwendungen « magucken Trackback zu 13. Januar 2009 um 17:08
  2. 2 Online-Anwendungen und Datenschutz vor wem? « LatecomersBlog Trackback zu 15. Januar 2009 um 18:17
  3. 3 Alles online oder was? « Sachensucher’s Weblog Trackback zu 24. Januar 2009 um 01:23

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